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    Peter Hahne – ein Berichterstatter für „Gute Nachrichten in schwierigen Zeiten“

    Von: Dieter Müller

    Peter Hahne ist ein langjähriger treuer und guter Freund der CPV. Er hat sein Herz für die Organisation Polizei, noch mehr aber für die Polizisten oftmals bewiesen. Genau wegen dieser ehrlichen und nach außen hin authentisch spürbaren Herzenshaltung, die unter Journalisten heute eine große Ausnahme ist, wird der Ehrenkommissar der Bayerischen Polizei immer wieder gerne als Gastredner von der CPV eingeladen wie auch zum diesjährigen Bundestreffen der CPV.

              

    Peter Hahne beschreibt in seinen Redebeiträgen für die CPV einen sehr drastisch und zuweilen provokant formulierten, aber stets erfrischend ehrlichen Überblick über allerlei Aktivitäten rund um das Thema Polizei. Sein Beitrag soll in seinen wesentlichen Inhalten, angereichert um einige wörtliche Zitate, wiedergegeben werden.

              

    Peter Hahne begann sein Referat mit der plakativen Zeitungs-Schlagzeile:

               

    „Polizisten zur Steinigung freigegeben!? “

              

    … und meinte damit den Einsatz der Polizeibeamten anlässlich des 1. Mai in Berlin, in dessen Folge leider mehr als 500 verletzte Polizisten zu beklagen waren.

    Mit diesem Einstieg fesselte Peter Hahne seine Zuhörer von der ersten Minute an und vermittelte ihnen in der Folge wesentliche, vielfach überraschende Erkenntnisse, die ganz neue Einblicke in den politischen Alltag in Berlin und anderswo in Deutschland eröffneten.
    In einem wahren Parforceritt durch Themen aus den Bereichen Theologie, Philosophie, Glaube, Zeit- und Weltgeschichte zog der brillante Redner seine Zuhörer in seinen Bann.

            

    Die Weltwirtschaftskrise kommentierte Hahne mit dem Karl-Valentin-Zitat: „Können Sie mir bitte sagen, wo ich hin will?“ und der bedenkenswerten Idee, dass jede Krise eine neue Chance beinhalte, neue Ziele und Visionen zu entwickeln. Dass überdies keiner der sich für wichtig haltenden Wirtschaftsweisen die Weltwirtschaftskrise vorhersagen konnte, war einerseits ein Symptom des politischen Paradigmenwechsels, bewies aber auch die trügerische Abhängigkeit unserer politischen Elite von diesen neuen, oftmals selbst ernannten politischen Weisen.

             

    Die politische Standortbestimmung einiger Parteien, die sich noch immer oder schon wieder als „politische Mitte“ sehen, bedachte Hahne mit dem trockenen Kommentar, die Mitte sei keine Richtungsbestimmung und erst recht keine Garantie für eine zukünftige Berücksichtigung christlicher Werte in der Politik. Wenn aber ideelle Werte zunehmend verfallen, hat dies automatisch auch materielle Auswirkungen. So ist beispielsweise das in der Wirtschaft um sich greifende Phänomen des Mobbing zwischen den Mitarbeitern ein Faktor, der nicht nur Vertrauen, Zeit und Nerven kostet, sondern zwangsläufig auch materielle Auswirkungen bei Krankenkassen und Unternehmen aufweist.


    Einen Grundfehler in der deutschen, aber auch internationalen Politik machte Hahne darin aus, dass die Themen und Gedanken nicht mehr zu Ende gedacht werden. Ganz anders sah dies noch der bedeutende Theologe Helmut Thielicke, der den heute nahezu verloren gegangenen Ansatz vertrat, stets vom Ende her denken zu müssen.


    Auch von den großen christlichen Kirchen geht, so Hahne, nicht mehr die richtungsweisende Kraft aus, die von ihr immer noch erhofft und erwartet wird. Ein Beispiel für diese nachlassende gestalterische Kraft in der Gesellschaft sei die gescheiterte Volksentscheidung zur Stärkung des Religionsunterrichts in Berlin, wo die Kirche trotz einer groß angelegten Werbekampagne nicht mehr als 320.000 Stimmen mobilisieren konnte, während die um den Berliner Bürgermeister Wowereit formierten Gegner des Volksbegehrens ohne größere politische Aktivitäten eine Mehrheit von 370.000 Stimmen auf ihre Seite ziehen konnten.

    Auch die weiteren drängenden politische Probleme und Tabuthemen unserer Zeit wie die Bildungsarmut, die traurige demografische Entwicklung oder der Besorgnis erregende Anstieg der Demenzerkrankungen mit derzeit deutschlandweit bereits ca. 1,7 Millionen Erkrankten hielt Hahne der nicht anders als mangelhaft zu bezeichnenden politischen Weichenstellung in unserem Land entgegen. Die Politik aber, so Hahne mit einem beinahe resignierend klingenden Fazit, begegne diesen existenziellen Problemen wankelmütig und ohne wirkliche Rezepte.


    Überhaupt ist unsere abendländische Kultur, so Hahne weiter, ohne die Wertbestimmungen der Bibel nicht zu verstehen. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes hatten noch diese Grundfeste unserer Gesellschaft im Blick und im Herzen, wenn sie in der Präambel des Grundgesetzes den Vorsatz festschrieben, das Deutsche Volk gebe sich das Grundgesetz „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen …“ Viel ist von diesem Vorsatz, betrachtet man die aktuellen politischen Zielsetzungen und die entscheidenden Akteure der bundesdeutschen Tagespolitik, nicht mehr übrig geblieben. Deutschland befindet sich vielmehr auf dem besten Weg in einen laizistischen Staat wie er in Frankreich existiert und in dem Staat und Glaube als zwei sich einander ausschließende Komponenten betrachtet werden. Auch das Bundesverfassungsgericht, der so genannte „Hüter unserer Verfassung“, ist zu einer Instanz mutiert, die in mancher Beziehung nicht mehr länger die Verfassung auslegt, sondern zu oft Gedanken in die Verfassung hinein legt (siehe Kruzifixurteil) und so stellte Peter Hahne mit dem Zitat eines Ex-Verfassungsrichters die provokante Frage: „Wer schützt die Verfassung vor dem Bundesverfassungsgericht?“


    Der einmal mehr brillante Redner schloss sein Referat mit den Gedanken, dass es für Christen das Schlimmste wäre, in heutiger Zeit unter dem Niveau der biblischen Verheißungen Gottes zu leben. Weil aber viel zu viele Menschen diese Verheißungen nicht mehr für ihr Leben annehmen, verhungern sie geistig. Das Kapital, von dem wir gerade heute leben können, ist ein Leben mit Jesus Christus. Hahne schloss mit dem treffenden Zitat des Schriftstellers und Nobelpreisträgers George Bernhard Shaw, der einst sagte: „Es ist unmöglich, dass die Erde ohne Gott auskommt.“


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