Jubiläumsempfang von Ebenezer Hilfsfonds Deutschland

Torsten Bödeker, Hinrich Kaasmann, Holger Clas

Nicht uns, o HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre, um deiner Gnade und Treue willen! Warum sollen die Heiden sagen: »Wo ist denn ihr Gott?« Aber unser Gott ist im Himmel; er tut alles, was ihm wohlgefällt.
Psalm 115:1-‬3 Schlachter 2000‬

Mit diesem Psalm wurde der Jubiläumsempfang von Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V. in Hamburg eingeleitet, der seit 20 Jahren im Messberghof ansässig ist. Hier hatte die Firma "Tesch und Stabenow" ihren Sitz, die ab 1942 das Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B zur systematischen Ermordung vieler jüdischer Menschen in den Konzentrationslagern lieferte. Heute werden von hier aus humanitäre Hilfen für verarmte Juden, Versöhnungsdienste und Besuche bei Holocaustüberlebenden organisiert und durchgeführt. ‬

Gott hat aus dieser ehemaligen Wirkungsstätte des Todes einen Ort des Segens gemacht. In vielerlei Hinsicht ist das Gebäude symbolisch für die wechselvolle Deutsch – Jüdische Geschichte der letzten hundert Jahre. Eine kleine Gedenkstätte in Zusammenarbeit mit den Freunden Yad Vashems in Jerusalem lädt zum Erinnern und Nachdenken ein. ‬

Die Hamburger Landesgruppe der Christlichen Polizeivereinigung ist dankbar für die großügige Gastfreundschaft, aufgrund der sie sich nun schon seit vielen Jahren monatlich in diesen Räumlichkeiten versammeln darf. Bei der Jubiläumsfeier sprachen der Leiter der Hamburger Gruppe, der Leitende Polizeidirektor Torsten Bödeker und der Bundesvorsitzende Erster Kriminalhauptkommissar Holger Clas ein Grußwort und übergaben ein kleines Präsent. Auf dem Foto befindet sich in der Mitte der Vorsitzende von Ebenezer, Hinrich Kaasmann.

MessberghofDer Messberghof, der vor der Umbenennung im Nationalsozialismus Ballinhaus hieß.
Albert Ballin war eine der bedeutendsten jüdischen Persönlichkeiten in der Zeit des deutschen Kaiserreiches. Er machte als Generaldirektor die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft zur größten Schifffahrtslinie der Welt.
Die Treppe im Messberghof. Sie soll die Jakobsleiter symbolisieren, ein Auf- und Abstieg zwischen Erde und Himmel, den Jakob laut 1. Mose 28,11 während seiner Flucht vor Esau von Be’er Scheva nach Harran in einer Traumvision erblickt. Treppe im Messberghof