Im gelobten Land

CPV–Stern

Ein erstes Geschenk Gottes auf unserer Israelreise im vergangenen Jahr war es, dass sich die Gruppe aus 24 Personen innerhalb kürzester Zeit zu einer wirklichen Einheit zusammengefunden hat. Mit dabei waren Polizisten aus unterschiedlichen Einheiten und Bundesländern. Vom Ermittler bis zur Führungskraft, vom erfahrenen Ruheständler bis zum Kollegen in den ersten Berufsjahren waren wir eine gut gemischte Truppe. Nur wenige kannten sich schon vorher. Aber Gott hat uns in kurzer Zeit zu einem „Wir“ zusammengefügt.

In Israel haben wir dabei so manche Grenzerfahrung sammeln dürfen. Wir waren an den geographischen und dementsprechend strategischen Grenzen zum Libanon, zu Syrien und zu Jordanien, sind in den verschiedenen Kategorien der Autonomiegebiete unterwegs gewesen und haben durchaus auch körperliche und emotionale Grenzen erlebt. Der nächtliche Aufstieg zur Festung Masada war schon eine Herausforderung und auch das Selbstverteidigungstraining bei dem israelischen Krav Maga- Experten Moshe Katz hatte es in sich.

Sehr berührend waren die vielfältigen menschlichen Begegnungen mit unseren israelischen Kontaktpersonen und vielen Menschen, die wir „zufällig“ treffen durften. Regelmäßig haben wir Andachten und Gottesdienste feiern dürfen, so am Emek Habaka, dem Tal der Tränen, dem Golan, wo im Yom Kippur- Krieg die eigentlich stark überlegene Syrische Armee auf wunderbare Weise von einer deutlich kleineren jüdischen Einheit besiegt wurde. Auch auf dem Tabor und im alten Emmaus durften wir Abendmahlsgottesdienste feiern.

Wir wurden über die Stellungen der Hisbollah informiert, erlebten die zahlreichen Sicherheitschecks der israelischen Polizeieinheiten und trafen Vertreter von Keren Hayesod, einer Initiative, die sich um traumatisierte Menschen kümmert. Auch wenn es Tage mit Anspannungen waren (es flogen wieder Raketen aus dem Gazastreifen), fühlten wir uns sehr sicher. Übrigens ist die nächste Reise im November dieses Jahres schon in der Planung (wenn Corona längst Vergangenheit sein wird) und wird zeitgerecht auf der Homepage angekündigt.

Polizeipfarrer Christoph Nordmeyer