Moldawien ist auf jeden Fall eine Reise wert!

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Eine Reise in der Pandemiezeit ist keine einfache Sache. Das heißt aber nicht, dass die CPV–Arbeit weltweit und auch in Europa ruhen sollte! Ein Anlass, den sich unser ehemaliges CPV–Vorstandsmitglied, Matthias Lehmann, stellte und sich Ende Juni 2021 auf die Reise zum CPV–Treffen nach Moldawien machte. Bereits die Anreise war im Vergleich zu früheren Jahren, ebenso wie die Abreise, von Veränderungen geprägt. Der Flug von Stuttgart nach Wien war nur früh morgens möglich. Zudem waren auf dem Flughafen Schwechart fünf Stunden Aufenthalt angesagt. Während der Flüge musste an Board durchgängig eine FFP2 Maske getragen werden.

In Chischinau, der Hauptstadt Moldawiens, angekommen, erfolgte die Abholung durch Anatolie Andriuti und Ghenaldie Calcuata. Anatolie ist Pastor und CPV–Präsident zugleich. Ghenaldie ist Lehrer an der nationalen Polizeischule. Die CPV konnte in den vergangenen Jahren, u.a. in Zusammenarbeit mit der CPV–Schweiz, viele praktische Hilfen leisten. Beispielsweise wurden über den Osten der Schweiz Hilfstransporte durchgeführt. So konnten zum einen die Polizei mit Gehörschutz für ihre Schießstände, zum anderen im Folgejahr mit 1500 schusssicheren Westen (ausgetragen) ausgestattet werden. Die Mitglieder der CPV in Moldawien sind interessanter Weise aus den Reihen der Polizei, als auch aus der Feuerwehr. Insofern wurde seit zwei Jahren auch Material für die Feuerwehr gespendet. Seit 2019 konnten 470 Feuerwehrleute mit Feuersicheren Jacken, Hosen, Helmen und teilweise mit Schuhen ausgestattet werden. Auch weiteres Material, wie Rettungskissen, etc. wurde gespendet.

Besonders erwähnenswert ist ein COVID–Vorfall an Ostern 2021. Ein junger 25jähriger CPV´ler musste mit Verdacht auf COVID ins Krankenhaus. Relativ schnell bestätigte sich der Verdacht. Er musste aufgrund seines schweren Krankheitsverlaufs auf Intensivstation und erhielt Sauerstoff. In Moldawien ist es grundsätzlich so, dass die Medikamente selbst bezahlt werden müssen. So starteten CPV–Gruppen in Leonberg/Heimsheim, Stuttgart und die Gebetsgruppe an der Hochschule der Polizei Baden–Württemberg eine Spendenaktion. Sie brachten in wenigen Tagen den Betrag für die notwendige medizinische Versorgung unseres moldawischen Kollegen zusammen. Gott tut Wunder! Auch so kann bei einem Monatsgehalt von 300 Euro ganz praktisch Hilfe aussehen. Das CPV–Treffen an der Grenze zu Transnistrien, welches eigentlich zu Moldawien gehört, aber von Russland seit 1993 besetzt ist, fand in einem Freizeitheim statt. Sicherlich, es läuft dort vieles einfacher wie bei uns, mit viel Improvisation. Dennoch war es eine sehr gesegnete Veranstaltung. Insgesamt waren 72 CPV´ler über drei Tage versammelt und gingen anschließend für ihren Dienst neu gestärkt auseinander.

Neben diesem Treffen waren am noch am Abreisetag Besuche im Innenministerium für die Absprachen weiterer Transporte und bei Feuerwachen zur symbolischen Übergabe der Helme und Bekleidung vorgesehen. Nachmittags sollte es dann schon auf die Rückreise nach Wien gehen. Kaum vorzustellen, vor zwei Jahren gab es nachmittags noch vier Flüge nach Stuttgart. Jetzt war alles anders. Es gab keinen Nachmittagsflug mehr. COVID hat vieles verändert. Die Flugzeuge sind nur zu ca. 30 Prozent ausgelastet. Die Preise dementsprechend nach COVID angestiegen. Also war eine Übernachtung in Wien angesagt. Das war aber nicht tragisch. So konnte die Zeit durch ein wertvolles Treffen mit Peter Walch, CPV–Präsident in Österreich, ausgekauft werden. Am Dienstag ging es in aller Frühe auf den Flughafen und zurück nach Stuttgart.

Aktuell sind für unsere Hilfen Materialien der Polizei und der Feuerwehr aus verschiedenen Regionen angekündigt. Diese werden zunächst hier in Süddeutschland gebündelt, anschließend gelagert (1 – 2 Tonnen Material) und schließlich zum Missionswerk LIO Schweiz gebracht. Von dort gehen die Hilfstransporte, 40Tonnen–LKW´s, nach Moldawien.

Mit der Übergabe des Materials ist es der CPV-Moldawien möglich, christliche Kalender auf allen Polizei– und Feuerwehr–Dienststellen zu verteilen. Dies ist ein großartiger Türöffner, um die CPV-Arbeit in diesem kleinen Land zu unterstützen und zu stärken. Gott möge diese Arbeit auch weiterhin so reich segnen. Danke für jegliche Unterstützung.